3. November 2022

Monatsandacht November 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

wir hatten einen langen Sommer. Selbst der Oktober überraschte mit ungewöhnlich warmen Temperaturen. Nun ist es plötzlich Herbst – wir befinden uns schon mittendrin. Das Laub erfreut durch bunte Farben, Straßen und Wege werden von abfallenden Blättern überhäuft. Die dunkle nasse Jahreszeit kommt spürbar näher. Das Ende des Kirchenjahres steht bevor mit seinen eher schweren Feiertagen wie Buß- und Bettag oder Ewigkeitssonntag. Für manche ist dies eine bedrückende und traurig stimmende Zeit, die ihre eigene Schwere hat. Erich Kästner fühlte wohl auch diesen Novemberblues:

Ach, dieser Monat trägt den Trauerflor...
Der Sturm ritt johlend durch das Land der Farben.
Die Wälder weinten. Und die Farben starben.
Nun sind die Tage grau wie nie zuvor.
Und der November trägt den Trauerflor.

Der Friedhof öffnete sein dunkles Tor.
Die letzten Kränze werden feilgeboten.
Die Lebenden besuchen ihre Toten.
In der Kapelle klagt ein Männerchor.
Und der November trägt den Trauerflor.

Was man besaß, weiß man, wenn man's verlor.
Der Winter sitzt schon auf den kahlen Zweigen.
Es regnet, Freunde. Und der Rest ist Schweigen.
Wer noch nicht starb, dem steht es noch bevor.
Und der November trägt den Trauerflor.

Dieses Gedicht lässt mich schnell in den Blues gleiten, Erich Kästner hat ja wirklich keinen Raum für positive Stimmung gelassen. Mir gefällt der November aber auch. Denn er lässt Raum für Schweres – für Ruhe, Besinnlichkeit, Trauer. Für all das, was in den fröhlichen Zeiten des Jahres weniger Platz findet, aber seinen Ort braucht. Für das Nachsinnen über Schwieriges. Dafür gibt es im November auch den „Buß- und Bettag“. Unscheinbar versteckt er sich in der Mitte der Woche, aber er hat doch einiges zu sagen. Was ist das für ein Fest?

Im Altgriechischen heißt der Begriff für „Buße“ so etwas wie „Umdenken“ – eine „Umkehr des Denkens“. Spannender finde ich aber den hebräischen Buße-Begriff aus dem Alten Testament: Er lässt sich auch mit „Gottvertrauen“ übersetzen und das gefällt mir. Vertrauen in den Bund zu haben, den Gott mit den Menschen geschlossen hat. Vertrauen in einen Gott, dass er uns annimmt mit all unseren Schwächen und Fehlern, wie wir eben sind. Dass er uns nicht fallen lässt. Da kommt mir auch die Paradiesgeschichte in den Sinn. Adam und Eva haben von der verbotenen Frucht des Baumes gekostet und verstecken sich nackt und schambesetzt vor Gott. Zwar müssen sie als Konsequenz ihres Handelns das Paradies verlassen. Aber Gott macht ihnen „Röcke von Fellen und zog sie ihnen an“ (Gen 3,21). Sich Gott anzuvertrauen mit Schwächen und Fehlern. Gott liebt uns trotzdem und zieht uns Kleidung an – darum geht es für mich am Buß- und Bettag.

Die Frage ist: Warum liegt er am dunklen Ende des Kirchenjahres?

Das Fest weist Ähnlichkeiten zum Jom Kippur-Fest auf, dem höchsten jüdischen Feiertag. Nach dem jüdischen Neujahrsfest Rosch HaSchanah gibt es zehn Bußtage. Danach folgt Jom Kippur. In diesen Bußtagen soll man jeden Streit mit anderen beigelegt haben, um sich dann an Jom Kippur, dem „Tag der Versöhnung“ mit Gott für das neue Jahr versöhnen zu können.

Die zehn Bußtage gehen im Jüdischen also der Versöhnung mit Gott voraus.

Was kommt bei uns Christinnen und Christen nach dem Buß- und Bettag?

Das neue Kirchenjahr, beginnend mit der Adventszeit – eine Fastenzeit, die auf das Wichtige vorauszeigt: auf die Versöhnung Gottes mit den Menschen, auf die Menschwerdung Gottes!

Die dunkle Jahreszeit, dieser nasse und ungemütliche Monat mit seiner eigenen Schwere und Melancholie – kaum jemand mag den November. Für mich bleibt er aber auch ein schöner Kontrast zu dem, was kommt. Ein Kontrast zum leuchtenden Neubeginn, zum neuen Kirchenjahr, das mit einer Versöhnung startet. Ein Kontrast zum neuen Leben, zum kleinen Kind in der Krippe, das dem Tod und der Trauer etwas entgegenzusetzen weiß – eine versöhnende Hoffnung, die den Menschen entgegenstrahlt und durch die Finsternis immer durscheinen will. „Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen (1. Joh 4,9).

Ich wünsche Ihnen einen guten November, mit ein bisschen Blues, aber auch mit leiser, durchscheinender, fröhlich klingender Musik in Dur! Gott sei mit Ihnen!

Ihre Pfarrerin
Janne Holzmann

15. Februar 2022

19.02.2022: Einsegnung von Dagmar Grolman und Timo Henkel in das IPT

Am Samstag, dem 19.02. um 18:00 Uhr findet die Einsegnung von den Gemeindepädagogen Dagmar Grolman und Timo Henkel in das Interprofessionelle Pastoralteam (IPT) statt. Dazu möchten wir herzlich einladen.
Den Gottesdienst feiern wir in der Kirche an der Wittenbergstr. in Röhlinghausen.

1. Februar 2022

Monatsandacht Februar 2022

Hier können Sie die Andacht von Pfarrer Hans-Paul Ullrich auch als PDF herunterladen.

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Gemeinde,

Die meisten von Ihnen werden sie kennen, die Abenteuer des Baron von Münchhausen, dieser überaus schillernden Gestalt des Schriftstellers und Dichters Gottfried August Bürger.

Eines seiner Abenteuer möchte ich an den Anfang dieser Andacht stellen.

So erzählt Baron von Münchhausen:
»Ein andres Mal wollte ich über einen Morast setzen, der mir anfänglich nicht so breit vorkam, als ich ihn fand, da ich mitten im Sprunge war. Schwebend in der Luft wendete ich daher wieder um, wo ich hergekommen war, um einen größern Anlauf zu nehmen. Gleichwohl sprang ich auch zum zweytenmale noch zu kurz, und fiel nicht weit vom andern Ufer bis an den Hals in den Morast. Hier hätte ich ohnfehlbar umkommen müssen, wenn nicht die Stärke meines eigenen Armes mich an meinem eigenen Haarzopfe, samt dem Pferde, welches ich fest zwischen meine Kniee schloß, wieder herausgezogen hätte.« (Quelle:https://de.wikisource.org/wiki/Des_Freyherrn_von_M%C3%BCnchhausen_Wunderbare_Reisen, abgerufen am 28.01.2022 ¯ 18.00 Uhr)

Als meine Kinder noch klein waren, hörten sie diese Geschichten gern, waren die Schwindeleien doch leicht zu durchschauen.

Diese Geschichte habe ich ausgewählt, weil ich denke, dass fast alle Menschen in ihrem Leben das erfahren, was dem Baron von Münchhausen zustieß.

Ich meine, man versucht ein Hindernis zu überspringen, eine Aufgabe zu meistern und merkt schnell, dass man sich damit übernommen hat. Sicher, wir wissen, im Sprung kann man ein Pferd nicht herumreißen – wie es Münchhausen tat. Aber, wenn wir es übertragen, heißt es doch nichts anderes, als dass wir es nur noch einmal mit etwas mehr Energie versuchen. Und dagegen gibt es ja auch wirklich nichts einzuwenden.

Und so vertrauen mittlerweile immer mehr Menschen darauf, ihr Leben aus eigener Kraft meistern zu können. Sätze wie »Wenn du es nur wirklich willst, dann kannst du es schaffen« werden geradezu zu Leitsätzen. Ganze Bücherregale mit Ratgebern, wie ich aus eigener Kraft mein Leben meistere, gibt es mittlerweile im Buchhandel.

Aber was dann geschieht – auch das kennen sicher viele von uns. Dass man dennoch scheitert, abstürzt, den Boden unter den Füßen weggezogen bekommt und droht, unterzugehen – so wie Münchhausen im Sumpf unterzugehen droht.

Mal sind es Situationen, durch die wir dann doch irgendwie hindurch kommen, mal ist es wirklich so, dass wir den Halt verlieren und denken, dass wir wirklich untergehen…

Ich denke da an ein Ereignis aus meiner Zeit am Berufskolleg. Bei einem tragischen Autounfall ist einer meiner Schüler ums Leben gekommen. Ich denke an das, was sein Vater und sein Bruder, die wenige Jahre zuvor schon die Ehefrau und Mutter verloren, durchmachten.

In solchen Situationen, in denen man wirklich unterzugehen droht, bleibt einem das Lachen über die gerade gehörte Münchhausengeschichte im Halse stecken. Denn wir wissen, aus solchen Situationen können wir uns nicht am eigenen Haarschopf herausziehen, und mit uns vielleicht sogar noch andere. Da versagt unsere eigene Kraft ganz kläglich.

Und die Erfahrung machen Sie, liebe Leserinnen und Leser, liebe Gemeinde, doch vielleicht auch von Zeit zu Zeit. Ob daheim im Privaten, wenn wir als Folge der Pandemie, wenn wir aus Angst, Krankheit, Isolation und Einsamkeit den festen Boden unter den Füßen verlieren, oder bei der Arbeit, wenn diese uns über den Kopf zu wachsen scheint, wenn man unterzugehen glaubt.

In diesen Situationen bin ich froh, dass ich sie nicht allein durchstehen muss, dass ich mich nicht aus eigener Kraft aus dem Sumpf ziehen muss, dass ich nicht allein schwere und dunkle Wege gehen muss.

Ich wünsche uns für unser Leben – gerade für die dunklen Wege und Täler, die wir vielleicht durchschreiten müssen - die Erfahrung, die der Psalmbeter David machte.

Und ich lade Sie ein, diese Worte mitzusprechen und darauf zu vertrauen, dass wir uns nicht am eigenen Schopf und aus eigener Kraft retten müssen, sondern auf DEN vertrauen können, der stärker ist als wir.

Psalm 23
1Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. 2Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. 3Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. 4Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. 5Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. 6Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar. (Luther 2017)

AMEN

Ihr Pfarrer Hans-Paul Ullrich

1. Februar 2022

Timo Henkel stellt sich vor

Mein Name ist Timo Henkel. Ich freue mich, dass ich ab dem 1. Februar Teil des interprofessionellen Pastoralteams der Kirchengemeinde sein darf.

Geboren und aufgewachsen bin ich in Wanne-Eickel, seit dem Jahr 2008 lebe ich mit meiner Familie in Herten. Ich bin 39 Jahre alt, verheiratet und habe drei Kinder. Nachdem ich zunächst an der Ruhr Universität meinen Abschluss in Erziehungswissenschaften absolvierte, arbeitete ich sehr bald für die Evangelische Jugend Datteln und die Evangelische Jugend Oer-Erkenschwick als Jugendreferent. Im Jahr 2017 entfiel die Stellteilung, und ich arbeitete nur noch in Datteln. Parallel zum Beruf machte ich den Abschluss in Gemeindepädagogik bei der Evangelischen Landeskirche Westfalen und im Anschluss die Diakonenausbildung im Martineum Witten. Seit November 2021 bin ich Diakon. In Datteln baute ich die Jugendarbeit von Grund neu auf und hatte großen Spaß daran, Kinder und Jugendliche in der Gemeindearbeit zu fördern und ihre Begabungen zu entdecken.

Ich freue mich sehr auf mein neues Aufgabenfeld in der „alten Heimat“ Wanne-Eickel. Insbesondere auf alle Begegnungen und das „kennen lernen“ der verschiedenen Menschen und Generationen der Gemeinde.

20. Januar 2022

Friedensgebet vor der Kreuzkirche am 22. Januar

Nach dem letzten Friedensgebet am vergangenen Samstag vor der Kreuzkirche in Herne hat Pfarrerin Melanie Jansen zum zweiten Mal in den letzten Wochen vor ihrem Pfarrhaus Todesdrohungen erhalten. Eine kleine Gruppe (30 bis 50 Personen) demonstriert seit einigen Wochen samstags gegen die Corona-Maßnahmen. Aus Lautsprechern werden Verschwörungstheorien verbreitet. Beängstigend ist auch, dass offensichtlich gewaltbereite Rechtsextreme diese so genannten "Spaziergänge" für ihre demokratiefeindlichen Ziele nutzen.
Die Polizei vermutet einen Zusammenhang zwischen den Morddrohungen und den Friedensgebeten, die von Melanie Jansen initiiert wurden. Wir werden uns davon nicht einschüchtern lassen und als Evangelische Kirche weiter Gesicht zeigen, gegen Gewalt und alle Versuche, die Gesellschaft zu spalten. Am kommenden Samstag, 22. Januar, ist um 11 Uhr wieder Friedensgebet - dieses Mal mit Superintendentin Claudia Reifenberger.

Quelle Kirchenkreis Herne

Auch wir als evangelische Kirchengemeinde Wanne-Eickel werden am Samstag vor der Kreuzkirche Präsenz zeigen und wollen damit zum Ausdruck bringen, dass Hass und Diskriminierung kein Platz in unserer Gesellschaft haben darf.

1. Januar 2022

Monatsandacht Januar 2022

Hier können Sie die Andacht von Pfarrerin Janne Holzmann auch als PDF herunterladen.

Die Tür von Gott und Schrödinger.

Es ist noch gar nicht so lange her, da stand ich vor einer großen Tür und klopfte an. Ungewiss, was mich dahinter erwartet. Wird jemand an der Tür stehen und mich willkommen heißen? Werde ich mit offenen Armen empfangen? Oder wird mir die Tür eher zögerlich geöffnet, vielleicht erst nach einem argwöhnischen und abschätzenden Blick durch den Türspion?

Als ich vor drei Monaten meine Pfarrstelle hier in der Kirchengemeinde antrat, da stellte ich mir solch ähnliche Fragen. Vieles war für mich noch im Dunklen verborgen. Vieles noch unklar. Ist dies eine offene Gemeinde: offen für Neues, für neue Menschen, fürs Kennenlernen?

Vor solchen Türen stehen wir immer wieder im Leben. Ob es nun besondere Türen sind, wie der Umzug in eine neue Stadt, das Klopfen an einer neuen Schul- oder Arbeitstür. Oder alltägliche Türen, wie der Besuch einer mir bekannten Person oder der einer Arztpraxis. Ob wir nun vor oder hinter der Tür stehen: Dieser „Tür-Moment“ bleibt stets spannend. Er erinnert mich an das Gedankenexperiment „Schrödingers Katze“:

Bei diesem Experiment (1953) befindet sich eine Katze zusammen mit einem instabilen Atomkern in einer geschlossenen Kiste. Der Atomkern wird innerhalb einer bestimmten Zeit mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zerfallen. Dieser Zerfall führt mittels eines Geigerzählers zur Freisetzung von Giftgas, welches die Katze tötet. Ein gemeines Gedankenexperiment. Worum es aber geht, ist folgendes: Bis man die Kiste öffnet und den Zustand der Katze überprüft, bleibt unklar, ob die Katze lebendig oder tot ist. Bis zur Öffnung wäre die Katze somit gleichzeitig lebendig und tot.

Im Leben gibt es für uns im übertragenen Sinn also oft „Schrödingers Türen“: Was dahinter ist, was uns erwartet, wissen wir oft erst, wenn wir anklopfen oder die Türen öffnen. Jetzt stehen wir vor der Tür des Jahres 2022.  Was wird uns erwarten? Manches lässt uns die Tür zaghaft öffnen, wissen wir doch von manchen Dingen, die dahinter zu finden sind und uns nicht freudig die Tür aufreißen lassen. Vieles aber ist auch noch unbekannt. Was uns an überraschenden, bewegenden und schönen „Tür-Momenten“ widerfahren wird, wissen wir erst, wenn wir uns an die schrödingsche Tür wagen, und sei es, von außen oder innen.

Eines ist aber sicher: Gott hat für dich und mich immer eine offene Tür. In der Jahreslosung für 2022 kommt Christus zu Wort: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ (Joh 6,37). Eine schöne Losung, finde ich! Gottes Tür ist für mich zum Glück nicht die von Schrödinger: Ich kann mir sicher sein, dass mich Schönes und Lebendiges erwartet. Ich muss keine Angst haben, wie vor einem unangenehmen Arztbesuch. Ich muss nicht fürchten, abgelehnt zu werden oder erst argwöhnisch von Gott durch den Türspion beobachtet zu werden. Gott öffnet sofort, reißt die Tür weit auf und lädt mich ein, in seinem Haus zu bleiben und das für ewig.

Nach dem Öffnen der Gemeindetür von Wanne-Eickel kann ich sagen: wie schön, dass ich an die Tür geklopft habe! Die Tür stand für mich offen, ich wurde freundlich und offen empfangen und in das Haus der Gemeinde eingeladen. Viele schöne und interessante Begegnungen hatte ich bis jetzt, die mich bewegt und zum Nachdenken angeregt haben. Ich wünsche euch und Ihnen eben solche „Tür-Momente“ und ein immer wieder neues und hoffnungsvolles Anklopfen an Gottes Tür, sollte es einen doch wieder nach draußen verschlagen haben. Gottes Tür steht immer offen! „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan“ (Mt 7,7).

Ein frohes neues Jahr!

Pfarrerin Janne Holzmann

17. Dezember 2021

Weitere Mini-Kolumbarien auf dem Cranger Friedhof

Diese sehr stilvolle neue Begräbnisart - eingefügt in eine schön gestaltete Gartenlandschaft - erfreut sich steigender Beliebtheit.

Um der großen Nachfrage nach diesen (für die Angehörigen pflegefreien) Gräbern zu entsprechen, wurden daher jetzt in einem 2. Bauabschnitt auf dem Cranger Friedhof 6 weitere Stelen errichtet.

In den neuen Stelen stehen insgesamt 14 Beisetzungskammern zur Verfügung.

Gerne nimmt die Friedhofsverwaltung auch Reservierungen entgegen.

12. Dezember 2021

Der neue Gemeindebrief ist da

Der Gemeindebrief zum Advent ist da und liegt in den Gemeindehäusern und Kirchen zum Mitnehmen aus. Gerne können Sie ihn aber auch hier online abrufen.

1. Dezember 2021

Monatsandacht Dezember 2021

Hier können Sie die Andacht von Pfarrer Dr. Weyen auch als PDF herunterladen.

Geschenke im Leben aus Gottes Hand.

Letztens am Frischemarkt in Eickel stand ein Mann, der neben einer Obdachlosenzeitung auch einen Trinkbecher aus Papier in seinen Händen hielt, um die Passanten um eine Spende aus Kleingeld zu bitten. Er war fröhlich am Singen und unterbrach seinen Gesang nur, wenn er einen vorbeigehenden Passanten um eine Spende bitten wollte oder das Obdachlosenmagazin feilbot. Wenn er dann etwas Kleingeld erhielt, war er dankbar und trällerte sein Liedchen fröhlich weiter, wenn er nichts bekam, trällerte er trotzdem fröhlich. Trällern bedeutet, gutgelaunt und ohne den genauen Text wiederzugeben, singen. Der Mann, er mag aus Osteuropa stammen, sang sein Lied gut gelaunt weiter egal, ob seine mühsame Bettelarbeit von Erfolg gekrönt war oder nicht. Was mich an seinem Verhalten beeindruckte war seine Gelassenheit im Blick auf das, was kommt, oder nicht kommt.

Ich kenne das auch. Die Dinge, von denen ich meine, dass sie unbedingt ganz wichtig und unverzichtbar sind, und daher so auch eintreffen müssen, strapazieren meine Geduldsfäden meist sehr. Umso überraschter bin ich, wenn Dinge eintreffen, mit denen ich eigentlich gar nicht gerechnet habe.

In unserer an Initiativen und Engagement reichen Zeit, ist es für viele Menschen schwierig, gelassen an die Dinge heranzugehen. Sei es das Gemeindeleben ein Stück weit in Gottes Hand zu belassen und sich an dem, was er zuteilt, genügen zu lassen. Sei es darauf zu schauen, was schon sichtbar ist, von dem, was Gott meint, dass jetzt dran sei. Auch entdecke ich immer wieder eine Unruhe in unserer Kirchengemeinde, die entsteht, wenn Gemeindegruppen in der Corona-Zeit nicht mehr so stattfinden können, wie es früher einmal gewesen ist. Mühsam versuchen viele Hände in unserer Gemeinde alles zusammenzuhalten und sind dabei sehr engagiert. Der Bettler vom Frischemarkt Eickel jedoch ist mir dabei eine Hilfe zu verstehen, dass ein wenig mehr Gelassenheit in meinem Leben und in unserer Kirchengemeinde möglicherweise gar nicht so falsch sein könnten.

Gerade in dieser Adventszeit bekommen wir wieder die Chance von Gott geschenkt zu verstehen, dass es oftmals nicht an unserem Tun liegt, wenn Dinge schneller oder langsamer voranschreiten. Denn alles hat ja seine Zeit, wie es beim Prediger Kohelet heißt. Das heißt ja nicht, dass ich meine Hände in den Schoß lege und das Apfelbäumchen nicht pflanze, das ich pflanzen kann. Sondern das heißt für mich, dass die Glücksmomente des Lebens nicht das Ergebnis meiner Hände Werk sind, sondern als Geschenk mein Leben erfreuen sollen. Ein Geschenk aus Gottes Hand.

Und gerade das bevorstehende Weihnachtsfest lebt von der Überraschung. Seien es die Geschenke, die wir einander in materieller Hinsicht machen, seien es die Momente der Gemeinschaft mit Familie und Freunde, die ein noch größerer Schatz sein können, wenn wir gelassen draufzugehen und nicht versuchen alles ungeduldig übers Knie zu brechen oder gar enttäuscht zu sein, von all den gut gemeinten Geschenken. Vielleicht begegnet uns Gott ja in dieser Advents- und der folgenden Weihnachtszeit ganz unvermutet. Komme, was da wolle. Denn die Geburt Jesu kam auch plötzlich und unvermutet. 700 Jahre war die Weissagung des Jesaja schon her. Damit konnte doch keiner mehr rechnen, dass Gott Mensch wird, nach so langer Zeit. Mit Gott kann doch keiner rechnen. Das stimmt. Er lässt sich nicht ausrechnen, er geht es gelassen an und ist einfach da. Komme, was da wolle.
„Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR.“ (Sacharja 2,14)

Dr. Frank Weyen, Pfr.

23. November 2021

Adventsleuchten in der Cranger Kirche

Wanne-Eickeler Gemeinden laden beim Weihnachtszauber ein

„Kirche gehört für viele in der Advents- und Weihnachtszeit einfach dazu, daher machen wir auf“, freut sich Janne Holzmann, die neue Pfarrerin im Probedienst, die mit einem Team Ehrenamtlicher das „Adventsleuchten“ an der Cranger Kirche organisiert.

Im Zeitraum 26.11.-22.12. ist die Cranger Kirche immer mittwochs, freitags und samstags von 17:30 bis 20 Uhr geöffnet. Um „3 nach 6“ gibt es eine ökumenische, kurze Andacht, die verschiedene Prediger*innen und Musiker*innen der Ev. Kirchengemeinde Wanne-Eickel und der Kath. St.-Christophorus-Gemeinde Wanne-Eickel gestalten. An der „ansprechBAR“ vor der Kirche lädt das Team zu einem Glühwein oder Punsch ein und ein Lagerfeuer und Heizstrahler sorgen für eine gemütliche Atmosphäre.

„Wir wollen für die Menschen da sein und ein offenes Ohr haben – egal, ob sie gläubig sind oder einer Kirche angehören. In der Cranger Kirche kann man einfach Pause machen, sich umschauen, beten oder eine Kerze anzünden. Wir haben gemerkt, dass viele Menschen auf dem Weg zum Weihnachtszauber gerne hereinkommen und die Atmosphäre, Musik oder Gespräche genießen“, erläutert Holzmann die Motivation zu Adventsleuchten. 

„Nebenbei ist das Adventsleuchten nun ein tolles gemeinsames Projekt der Wanne-Eickeler Gemeinden. Viele haben direkt ihre Mitwirkung angekündigt und wollen gerne mit Gastgeber sein für die Menschen.“

In und vor der Cranger Kirche gelten die jeweils aktuellen Corona-Regeln der Gemeinden. Weitere Informationen gibt es auf www.st-christophorus-wan.de sowie auf www.kgwe.de

1. November 2021

Monatsandacht November 2021

Hier können Sie die Andacht von Pfarrer Kenning auch als PDF herunterladen.

Der Herr aber richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus.
2. Thess 3,5 (L)

Liebe Gemeinde,

ein wunderschöner Vers aus dem zweiten Brief an die Thessalonicher ist der Monatsspruch für den November. Der Vers soll uns am Ende des Kirchenjahres begleiten und in Herzensangelegenheiten den Weg weisen.

Und so spricht Paulus in diesem Vers an, wonach sich die Gemeindeglieder in Thessaloniki besonders gesehnt haben, nämlich endlich ein Herz zu haben, das vollkommen auf die Liebe Gottes ausgerichtet ist. Das ist ein ganz anderer Wunsch als die meisten Wünsche oder Sehnsüchte, die man so haben kann. Man kann sich etwa danach sehnen Wohlstand, Glück und Frieden zu haben oder danach Liebe und Wertschätzung zu erfahren, oder nach Gesundheit für sich und seine Lieben. Das können ja alles schöne und gute Wünsche sein, aber Paulus meint etwas anderes und wesentlich mehr, wenn er von der Ausrichtung des Herzens spricht. Es geht ihm nicht um den Wunsch etwas zu bekommen oder zu haben. Mehr noch als den noch so liebevollsten Wunsch, etwa den nach der Genesung der Menschen, die man liebt. Ein Herz, das auf Gottes Liebe ausgerichtet ist, das meint mehr als ab und zu etwas Gutes tun. Ein so ausgerichtetes Herz zu haben, heißt nicht bloß hier und da mal ein Gebet zu sprechen und auch nicht einigermaßen regelmäßig die christliche Gemeinschaft aufzusuchen.

Auch wenn Gutes tun, beten und in die christliche Gemeinschaft gehen gut ist: Paulus meint einen wirklich großen Wunsch - nämlich den, dass sich all dein Wünschen an Gottes Liebe ausrichten möge, so dass jeder Wunsch deines Herzens ein Wunsch ist, der von der Liebe Gottes erfüllt ist.

Den Wunsch aller Wünsche hat Paulus angesprochen, aber weil dieser Wunsch einfach zu groß ist, als dass ihn jemand anderes als unser Herr Jesus Christus erfüllen könnte, darum schreibt Paulus den Thessalonichern, dass das der Herr tun solle.

Der Herr aber richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus.

Christus kann das tun, denn sein Herz war, als er auf Erden wandelte und ist jetzt, da er zur Rechten Gottes thront, voll auf die Liebe Gottes ausgerichtet. Darum soll Jesus dein Herz mit all deinem Wünschen und Wollen auf die Liebe Gottes ausrichten. Anscheinend brauchst du dafür Geduld, denn noch mit demselben Satz bittet Paulus auch darum, dass Er dein Herz auf das Warten auf Christus einstellt. Geduld passt ja auch irgendwie gut zur Demut. Und die brauchst du ja um anzuerkennen, dass dein Herz nicht voll auf die Liebe Gottes ausgerichtet ist. Du brauchst Demut um anzuerkennen, dass du Jesus brauchst.
Amen.

Pfarrer Kenning

13. Oktober 2021

Einführung von Pfrn. Holzmann – Einladung

Herzliche Einladung zum Gottesdienst anlässlich der Einführung von Pfarrerin Janne Holzmann in ihren Probedienst in Wanne-Eickel.

Die Feier findet statt am Sonntag, 17.10. um 14 Uhr in der Auferstehungskirche (Bickernstr. 46) in Wanne-West. Anschließend wird zu Kaffee und Kuchen geladen.

13. Oktober 2021

EvK in Eickel sucht Ehrenamtliche

Gefragt ist besonderes Feingefühl im Umgang mit Menschen

Ehrenamtliche sind aus dem Klinikalltag nicht wegzudenken. Sie haben etwas ganz Besonderes zu bieten: Zeit. Sie können Gespräche mit den Patient*innen führen, ohne auf die Uhr zu schauen. Sie haben ein offenes Ohr für eher private Sorgen und Nöte, während sich die Gesundheitsprofis aus Medizin und Pflege auf Behandlung und Versorgung konzentrieren müssen. „Unsere Ehrenamtlichen tragen wesentlich zum Wohlbefinden und damit zum Genesungsprozess unserer Patientinnen und Patienten bei“, ist Dr. Zuzanna Hanussek, Seelsorgerin am EvK in Eickel, überzeugt.

Doch bedingt durch die Corona-Pandemie ist die Arbeit der Ehrenamtlichen am EvK in Eickel nahezu zum Erliegen gekommen. Ein strenges Besuchsverbot und die Anordnung, dass dementsprechend auch andere Externe sich möglichst nicht auf den Stationen bewegen, um die Patient*innen nicht zu gefährden, wirkten sich stark auf die ehrenamtliche Tätigkeit aus. „Dabei brauchen gerade die Patientinnen und Patienten in unserem Eickeler EvK einen besonderen Zuspruch“, erklärt die Seelsorgerin. Denn im EvK Eickel befindet sich mit dem Thoraxzentrum Ruhrgebiet, mit den Kliniken für Thoraxchirurgie und Pneumologie, eines der bedeutendsten Lungenkrebszentren Deutschlands.

An der Hordeler Straße werden Menschen mit schweren Erkrankungen der Atemwege und Lungenkrebs behandelt. Unter anderem gibt es hier eine Weaning-Station, wo die Patient*innen vorsichtig wieder an das Atmen ohne maschinelle Unterstützung herangeführt werden. „Das sind Menschen, die relativ lange stationär bei uns sind und mit besonders viel Feingefühl behandelt werden müssen“, sagt Dr. Zuzanna Hanussek.

Feingefühl und die Bereitschaft, sich mindestens eine Stunde in der Woche Zeit für Besuche am Krankenbett zu nehmen, sind die wichtigsten Voraussetzungen für den ehrenamtlichen Einsatz im EvK. Weiteres Rüstzeug, das für die Tätigkeit im Krankenhaus nützlich ist, erhalten die zukünftigen Ehrenamtlichen im Rahmen einer 40-stündigen Schulung, die Dr. Zuzanna Hanussek durchführt. Dort wird medizinisches Grundwissen vermittelt, über Sterben und Tod reflektiert, aber auch erklärt, wie ein Krankenhausbetrieb funktioniert.

Regelmäßige Gruppentreffen stärken das Gemeinschaftsgefühl, dienen dem Erfahrungsaustausch und bilden den Rahmen für Fachvorträge. Wer Fragen hat oder vielleicht mit emotional belastenden Situationen nicht fertig wird, kann sich stets an die Seelsorgerin wenden. „Denn ich bin mir dessen bewusst, dass die ehrenamtliche Arbeit in unserem Haus sehr anspruchsvoll sein kann, aufgrund der vielen tragischen Schicksale, mit denen wir immer wieder zu tun haben“, sagt sie.

Kontakt:

EvK Herne-Eickel
Krankenhausseelsorgerin Dr. Zuzanna Hanussek
0173-8436817 oder 02325-32310

13. Oktober 2021

Ev. Kirchengemeinde Wanne-Eickel richtet Besuchsdienst ein

Vor dem Start im neuen Jahr bereiten sich die Mitarbeitenden intensiv auf ihre neue Aufgabe vor.

In den Zeiten der Corona-Pandemie zeigte sich an vielen Stellen mehr als deutlich, wie schmerzlich Menschen, auch unsere Gemeindeglieder, Begegnungen mit Anderen, Austausch und Gemeinschaft vermissten. Bei nicht wenigen Menschen stellten sich über die Monate gravierende psychische Folgeerscheinungen ein.

Telefonische Kontakte und Unterstützung, wie z.B. das Angebot, Impftermine für ältere Menschen zu organisieren, wurden dankbar angenommen. Bei diesen Gesprächen wurde aber immer wieder deutlich, dass sie kein Ersatz für den persönlichen Kontakt sein können, was sich auch in vielen Gesprächen an der Haustür zeigte.

Auch vor diesem Hintergrund hat die Ev. Kirchengemeinde Wanne-Eickel entschieden, einen Besuchsdienst einzurichten, der vor allem ältere Gemeindeglieder aufsuchen wird. Vor dem Start im neuen Jahr werden die Gemeindeglieder angeschrieben und können sich bei Bedarf bei der Gemeinde melden.

Seit August besteht nun eine erste Gruppe von 11 Mitarbeitenden, die sich schon jetzt auf die neue Aufgabe vorbereitet. Die Gruppe, die sich alle zwei Wochen in Holsterhausen  trifft, wird von Pfarrerin Zuzanna Hanussek geleitet, begleitet und auch in Wochenendseminaren (Themen: Ängste und Hürden/Kommunikation/Sterben und Tod) geschult. Zum Schulungsprogramm gehören aber auch  Fachreferentinnen, wie z.B. die Neurologin Dr. Düllberg-Boden (EVK Herne) mit einem  Vortrag zu hirnorganischen Veränderungen im Alter; Frau Meral Aslan (Leitung Mehrgenerationenhaus Gelsenkirchen), die praktische Umgänge mit körperlich/geistig beeinträchtigten Menschen einübt, und Frau Dagmar Spangenberg-Mades vom Zeppelin-Zentrum, die bei einem Treffen der Gruppe im September einen Vortrag zum Thema Altersarmut hielt.

Bei diesem Vortrag wurde den Gruppenmitgliedern deutlich, dass Armut und gerade auch Altersarmut vor allem in unserer Region sehr stark zunimmt und  wie wenig Geld die von Armut betroffenen Menschen zur Verfügung haben. Im Vortrag ging es auch darum, die Mitarbeitenden des Besuchsdienstes dafür zu sensibilisieren, zu erkennen, dass materielle Not vorliegt und sie zu befähigen den Betroffenen, mögliche Wege zur Unterstützung aufzuzeigen, wie beispielsweise (auch ein begleiteter) Gang zu einer Beratungsstelle oder einer Behörde.

Es sollen zukünftig weitere Gruppen entstehen, um den zu erwartenden Bedarf abdecken zu können. Interessierte können sich jetzt schon melden. Auch zukünftig sollen die Mitarbeitenden der neuen Gruppen vor der Wahrnehmung ihrer Aufgabe durch Gruppenangebote und Schulung gerüstet werden.
DSM

Bildunterschrift:   
Gruppenfoto mit Pfarrerin Zuzanna Hanussek (3. stehend v.l.) nach dem Referat zum Thema Altersarmut von Dagmar Spangenberg-Mades (links sitzend). Nicht im Bild: drei Gruppenmitglieder, die an diesem Abend leider nicht dabei sein konnten.

9. Oktober 2021

Wir suchen eine*n Gemeindepädagog*in oder vergleichbare Qualifikation (m/w/d)

Wir dienen gemeinsam, solidarisch und in guter Balance zwischen Einheit und Vielfalt in
Wort und Tat dem Evangelium von Jesus Christus. (Präambel der Gemeindesatzung)


Evangelische Kirchengemeinde Wanne-Eickel


Wir sind eine seit 2019 vereinigte Kirchengemeinde im Herzen des Ruhrgebiets. Unser Gebiet umfasst die Gemeindebezirke Crange, Eickel, Holsterhausen, Röhlinghausen und Wanne.


Wir suchen ab sofort zur Bereicherung und Bildung eines interprofessionellen Teams


einen Gemeindepädagogin
oder vergleichbare Qualifikation (nach VSBMO) (m/w/d)
(Dienstumfang 100% - unbefristet),


die/der mit uns gemeinsam in der Nachfolge Jesu unterwegs ist zu den Menschen.


Ihre Aufgaben:
• Begleitung von Angeboten in verschiedenen Altersgruppen
• Bildungsangebote für Mitarbeitende in verschiedenen Altersklassen
• Gesamtgemeindliche Kommunikation: Kooperation und Netzwerkbildung in den jeweiligen Arbeitsbereichen
• Mitarbeit in/an der Öffentlichkeitsarbeit
• Mitarbeit im Presbyterium und Ausschüssen sowie Zusammenarbeit mit kreiskirchlichen Diensten
• Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Netzwerken
• Kontakt zu Schulen, Familien- und Senioreneinrichtungen


Wir erwarten von Ihnen:
• Engagement für einen allen Altersgruppen gerecht werdenden Gemeindeaufbau
• Freude, Kreativität und Leidenschaft an der Kommunikation des Evangeliums in unterschiedlichen Kontexten
• eine einladende Haltung gegenüber Kirchenfernen
• eine hohe kommunikative Kompetenz und die Fähigkeit sich in das Team der Kolleg*innen sowie in die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen einzubringen
• Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten, auch an Wochenenden/Abenden, und Arbeitsorten (verschiedene Gemeindebezirke)
• die Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten und für Organisationsaufgaben
• möglichst eine Weiterbildung im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit
• möglichst Führerschein Klasse B
• Mitgliedschaft in der Evangelischen Kirche


Was Sie bei uns erwartet:
• engagierte haupt-, neben- und ehrenamtliche Mitarbeitende
• Möglichkeit gabenorientiert arbeiten zu können
• Raum Neues auszuprobieren
• eine unbefristete Beschäftigung in Vollzeit
• Fortbildungsmöglichkeiten und Supervision/Coaching im Rahmen der Arbeitszeit
• Vergütung nach BAT-KF
• die im öffentlichen Dienst üblichen Sozialleistungen und eine betriebliche Altersvorsorge


Die Bewerbung erfolgt über die Superintendentin des Kirchenkreises Herne, Pfarrerin Claudia Reifenberger, Overwegstr. 31, 44625 Herne oder claudia.reifenberger@ekvw.de.

Bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung werden Schwerbehinderte im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten vorrangig berücksichtigt.

Wenn Ihr Interesse geweckt ist, können Sie weitere Informationen bei Pfarrer Michael Thoma (Vorsitzender des Presbyteriums | 02325-9633567 | michael.thoma@kgwe.de) und Pfarrer Hans-Paul Ullrich (stellv. Vorsitzender des Presbyteriums | 02325-5845282 | hans-paul.ullrich@kgwe.de) erhalten.

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Stellenausschreibung

7. Oktober 2021

Unsere Stunde mit Gott

Herzliche Einladung zu "Unsere Stunde mit Gott" am 21. Oktober 2021 um 18:00 Uhr. Wir wollen uns in der Premiere dieser Veranstaltung mit dem Text aus Prediger 12 beschäftigen.

Seien Sie gerne dabei! Wir treffen uns im Gemeindehaus des Bezirks Röhlinghausen, Göddenhoff 8.

Um Anmeldung im Bezirksbüro Röhlinghausen wird gebeten. Entweder per Telefon unter 02325-32310 oder per E-Mail unter roehlinghausen@kgwe.de

5. Oktober 2021

Pfrn. Janne Holzmann – Neue Pfarrerin im Probedienst stellt sich vor

Seit dem 1. Oktober bin ich Pfarrerin im Probedienst in dieser Gemeinde. Ich bin 33 Jahre alt und vielerorts beheimatet. Ursprünglich komme ich aus Rotenburg Wümme, einer niedersächsischen Kleinstadt nahe Bremen. Das Latein- und Theologiestudium hat mich aber nach Bochum geführt und mir das Ruhrgebiet nähergebracht. Auch habe ich acht Monate gemeinsam mit evangelischen und katholischen Studierenden in Jerusalem leben und studieren dürfen. Davon bin ich bis heute sehr geprägt. Es hat mir gezeigt, wie wichtig und wie schön es zugleich sein kann, mit anderen Religionen und Konfessionen in den Austausch zu kommen und im Gespräch zu bleiben. Dies hat mich schließlich auch dazu bewogen, nicht Lehrerin, sondern Pfarrerin werden zu wollen. Der Beruf bringt die Herausforderung mit sich, mit Menschen jeden Alters vor Ort ins Gespräch zu kommen, kreativ zu sein und alles, was man tut und plant, immer wieder zu reflektieren. Das gefällt mir daran. In den letzten 2,5 Jahren habe ich dann mein Vikariat in Westhofen, einem ländlichen Ortsteil von Schwerte, gemacht. Nun bin ich mit meinem Partner nach Wanne-Eickel gezogen und sehr gespannt darauf, in das Leben der Kirche im Herzen des Ruhrgebiets einzutauchen!

4. Oktober 2021

Neue Kolumbarien-Kammern in Röhlinghausen

Nun ist es endlich soweit!

Die beiden vorhandenen Kolumbarien auf dem Ev. Friedhof „Auf der Wilbe“ in Röhlinghausen haben insgesamt 60 neue Kammern für jeweils 2 (Schmuck-)Urnen erhalten. Die neuen Stelen mit ihren Kammern wurden in ein wunderschön gestaltetes Umfeld eingefügt.

Damit trägt die Ev. Kirchengemeinde Wanne-Eickel der großen Nachfrage nach dieser modernen -und für die Angehörigen pflegefreien- Begräbnisart Rechnung.

Diese erneute Groß-Investition ist zugleich ein weiteres starkes Zeichen der Ev. Kirchengemeinde Wanne-Eickel für den Stadtteil Röhlinghausen.

2. Oktober 2021

Picknick-Gottesdienst für Familien an Erntedank ist abgesagt

Da für Sonntag ständiger Regen und Sturmböen vorausgesagt sind, mussten wir leider die Entscheidung treffen, dass der Picknick-Gottesdienst nicht stattfindet. Wir hoffen, dass wir zu einer anderen Zeit mal wieder einen Picknick-GD anbieten können.

1. Oktober 2021

Monatsandacht Oktober 2021

Hier können Sie die Andacht von Pfarrer Mattner auch als PDF herunterladen.

„Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken.“
(Hebräer 10,24)

aufeinander achthaben – einander anspornen

Wir haben es sicher alle noch im Ohr „Yes, we can“ oder auch „Wir schaffen das“, zwei überzeugte Bekenntnisse und zugleich Motivationen von führenden Politikern. Sie zeigten eine starke Haltung in schwierigen Situationen und wollten aufrütteln, sich gemeinsam auf den Weg zu machen und Lösungen zu schaffen.

Mit dem Bibelwort begegnet uns Ähnliches. Allerdings wird dem eigentlichen Aufruf zum Tun die Aufmerksamkeit auf den anderen vorangestellt: aufeinander achthaben. Viel zu oft geht das im Alltag unter. Viel zu oft ist der andere eben nicht im Blick. Leider. Man muss also die Frage stellen: wie geht das eigentlich, den anderen wahrnehmen? Dazu gibt es eine einfache, ja, schlichte Antwort: Mit Herz und allen Sinnen dem anderen begegnen. Es reicht nicht aus, nach dem Befinden des anderen zu fragen und sich sogleich von ihm abzuwenden; der und die andere wird nicht wirklich wertgeschätzt, wenn beim Hinhören die Ohren auf Durchzug stehen. Und - es fehlt an wahrer Überzeugung, Reden zu schwingen, sich aber abzuwenden, wenn es ums Anfassen und Tun für die anderen geht.
Der Bibelvers will uns sensibel machen für die Belange, Sorgen, Fragen und Ängste des und der anderen. Wer sich im guten Sinne dabei erwischt, berührt zu sein, von dem, was sein Gegenüber beschäftigt, der wird sich auf den Weg machen, sich für ihn stark machen. Und dann – das scheint wichtig – andere auf dem Weg zur Hilfe mitnehmen, aufrufen, ermutigen, einladen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es Menschen in unserem Umfeld gibt, die auf unsere Hilfe warten.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es Menschen in unserem Umfeld gibt, die sich gerne mitnehmen lassen, dem anderen liebevoll und mit Rat und Tat beizustehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir selbst auf die Aufforderung „Komm, wir packen an!“ eine positive Motivation erfahren. 

Sind Sie vielleicht auch gespannt, wer und was Ihnen in den nächsten Tagen begegnet?

Herzliche Grüße

Pfarrer Günter Mattner

23. September 2021

Kolumbarium Crange erneut erweitert

Wegen der anhaltend starken Nachfrage nach Kolumbariums-Plätzen ist das Kolumbarium 2 auf dem Cranger Friedhof nochmals erweitert worden.

15 neue Kammern für jeweils 2 (Schmuck-) Urnen stehen ab sofort für 20 Jahre Nutzungszeit zur Verfügung.

Ein 3. Kolumbarium mit ca. 50-70 Kammern ist in Planung.
Reservierungen werden gerne entgegengenommen.

17. September 2021

Mit dem Körper beten

Gemeinsam mit dem Pfarrer leitet Pia Wick - mittels biblischer Worte und auf Christus zentrierte Gedankenimpulse - dazu an, bei uns selbst anzukommen und in einen Raum, der uns gütig und wohlwollend zugewandten Gegenwart Gottes, einzutauchen.

Lassen Sie sich in eine meditative Zeit der Stille führen, in der Sie Ihren Körper und Ihre Seele spüren und wertschätzend wahrnehmen können!

Musikalisch begleitet und atmosphärisch vertieft wird dieser Gottesdienst von Christian Schnarr am Piano.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Um eine Kollekte am Ausgang wird gebeten.

Es gelten die aktuellen Hygieneschutzverordnungen.

6. September 2021

Wichtige Information zur Nutzung der Trauerhallen

Für die Nutzung unserer Trauerhallen gilt die jeweils aktuelle Corona-Schutzverordnung des Landes NRW!

Daraus folgt:
Es gilt die 3-G-Regelung!

Das heißt:
Nur Geimpfte, Genesene oder Getestete (mit gültigem Antigen-Schnelltest oder PCR-Test) dürfen an Trauerfeiern in den Trauerhallen teilnehmen!

Dies wird bei einer Eingangskontrolle durch die Bestatter*innen oder andere Beauftragte der Friedhofsträgerin überprüft.

Herzlichen Dank, dass Sie sich und andere Teilnehmende schützen!
Das Presbyterium

1. September 2021

Monatsandacht September 2021

Hier können Sie die Andacht von Gemeindepädagogin Grolman auch als PDF herunterladen:

Der Monatsspruch für den September lautet:

Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt's in einen löchrigen Beutel.
Haggai 1,6 (L)

Dieser Text ist über 2500 Jahre alt und lässt mich sofort an einen Liedtext der „Toten Hosen“ denken, der über 20 Jahre alt ist:

Warum werde ich nicht satt?

Was für ’ne blöde Frage, ob das wirklich nötig ist.
Ich habe halt zwei Autos, weil mir eins zu wenig ist.
Sie passen beide in meine Garage, für mich ist das Grund genug.
Was soll ich sonst in diese Garage neben meiner Riesen-Villa tun?
Die Geräte für den Swimmingpool liegen schon im Gartenhaus,
und die Spielzeugeisenbahn ist im Keller aufgebaut.

Jeden Sonntag zähle ich mein Geld, und es tut mir wirklich gut,
zu wissen wieviel ich wert bin, und ich bin grad hoch im Kurs.
Ich hatte mehr Glück als die meisten, habe immer fett gelebt.
Und wenn ich wirklich etwas wollte, hab‘ ich’s auch gekriegt!

Warum werde ich nicht satt?

Ich bin dankbar für mein Leben, hab vieles mitgenommen.
Aus allen Abenteuern immer heil herausgekommen.
Jede Menge Parties und Drogen sowieso.
Und auch mit den Frauen war meistens etwas los.
Ich habe wirklich tolle Freunde, man kümmert sich sehr nett.
Und auf dem Friedhof ist der beste Platz reserviert für mich.

Warum werde ich nicht satt?
Warum werden wir nicht satt?

Warum werden wir nicht satt? Obwohl wir mehr haben, als viele und in einem Land leben, dem es wirtschaftlich eher gut geht. Offenbar führt das Streben nach Materiellem nicht automatisch zu Wohlstand und Zufriedenheit.

Der Prophet kritisiert, wie sehr die Menschen an den materiellen Dingen hängen. So baut das jüdische Volk nach seiner Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft nach Jerusalem die eigenen Häuser wieder auf – der Tempel als Ort der Anwesenheit Gottes allerdings bleibt in Trümmern. Haggai warnt: „Wenn ihr euch darauf beschränkt, dann wird euer Leben leer und kalt, ihr bleibt durstig und das Geld zerrinnt zwischen euren Fingen wie Sand. Also schafft euch wieder eine geistliche Heimat. Baut den Tempel wieder auf. Lasst Gott bei euch wohnen. Wenn ihr nur auf euren Besitz, auf Sachen und Dinge achtet, dann werdet ihr keinen Frieden und keine Zufriedenheit finden. Gebt Gott einen festen Platz in eurem Leben und seid füreinander da, denn das ist Gottes Wille und Auftrag für euch.“

Gottesdienst ist gefragt: Das heißt Respekt und Achtung für den Mitmenschen und Dienst am Nächsten – nicht wir selbst haben Vorrang – und Dienst an Gott im Alltag, nicht nur sonntags.
So können wir wirklich satt werden.

Das ist auch meine Sehnsucht: Die richtigen Prioritäten setzen in diesem Leben; von Gottes Güte her leben und seine Liebe verkünden und weitergeben. Und am Ende meines Lebens so aus diesem Leben gehen, wie es von Abraham berichtet wird: Er starb alt und lebenssatt (1. Mose 25,8).

16. August 2021

Picknick-Gottesdienst abends entfällt

Auf Grund der schlechten Wetterlage muss der Picknick-Gottesdienst mit guten Worten und guter Musik leider entfallen. Wir bemühen uns um einen Nachholtermin und geben diesen dann rechtzeitig bekannt.

16. August 2021

Picknick-Gottesdienst für Familien findet statt

Der Picknick-Gottesdienst für Familien wird dem Wetter angepasst stattfinden.

Das heißt: Wir werden uns flexibel zum Wetter verhalten und so viel machen, wie dann eben vor Ort möglich ist.

Also gerne kommen, Jacken und Picknick-Decken mitbringen - passend zum Thema "Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt..."

Es wird viel zum Mitmachen dabei sein, damit uns nicht kalt wird.

Sonntag, 11.15 Uhr - große Wiese Gysenbergpark (neben Eishalle / Nähe Spielplatz)

1. August 2021

Monatsandacht August 2021

Hier können Sie die Andacht von Pfarrer Thoma auch als PDF herunterladen:

Neige, Herr, dein Ohr und höre! Öffne, Herr, deine Augen und sieh her!
2. Kön 19,16

Es ist ein Hilferuf. Wie ein Ertrinkender im Meer ruft König Hiskia inmitten der Wellen der Verzweiflung zu Gott um Hilfe und Rettung. Höre mich doch! Mach deine Augen auf und sieh es dir mit eigenen Augen an! Du musst doch die Not sehen, in der wir uns befinden. Du musst doch unser Schreien hören. Und die Hoffnung in diesem Hilferuf: Wenn Gott es sieht und hört, wird er auch etwas dagegen tun. Er wird zur Hilfe eilen, er wird die Not lindern, er wird dafür sorgen, dass alles in Ordnung kommt.

Ich höre diesen Hilferuf auch heute noch. Ich höre ihn bei den Menschen, die in den letzten Wochen durch die Überflutungen nicht nur Besitz, sondern auch Menschen verloren haben. Ich höre die Klage in ihrem Hilferuf. Hört uns doch! Seht her! Tut etwas! Ich höre ihn von den mehr als 70 Millionen Flüchtlingen weltweit, deren Not keiner mehr wahrnimmt und die trotzdem da sind: Durch Bürgerkriege und Verfolgungen, durch Gewalt und Unterdrückung, durch Hunger und existentielle Not. Ich höre diesen Hilferuf der ganzen Schöpfung Gottes, die seufzt und ächzt und um Hilfe schreit. Immerhin verbrauchen wir seit dem 29. Juli für den Rest des Jahres mehr als uns die Schöpfung geben kann.

Diese Welt schreit vor Hilferufen. Und ich stimme heute mit ein: Mit den Opfern der Überflutungen, mit den Flüchtlingen, die ihre Heimat verloren haben, mit der Schöpfung. Ich stimme mit ein – nicht aus Verzweiflung oder Resignation. Ich stimme mit ein aus Hoffnung und Zuversicht, aus Vertrauen in den Einen, der hilft und der rettet. In den Einen, der trägt und mitgeht, der in den Arm nimmt und tröstet. Aus Vertrauen in das Kreuz, in dem Verzweiflung und Hoffnung einander begegnen. Und die Hoffnung aufersteht. Wie auch bei Hiskia, als Gott ihm antwortet: Ich will diese Stadt beschirmen! Da bekommt das Wort Rettungsschirm eine ganz neue Bedeutung.

Sei gesegnet.

Pfarrer Michael Thoma

1. Juli 2021

Monatsandacht Juli 2021

Hier können Sie die Andacht von Pfarrerin Hanussek auch als PDF herunterladen:

„Er wollte, dass die Menschen nach ihm (Gott) suchen – ob sie ihn vielleicht spüren oder entdecken können. Denn keinem von uns ist er fern.“
(Apostelgeschichte 17,27)

Gott ist nicht fern. Gibt es daran keinen Zweifel?  Nein.
Oder doch?
Wenn ich Schlimmes erleiden oder erdulden muss. Kommt dann nicht der Gedanke, dass ich mich in einer Gottesferne befinde?
Kann es aber sein? Warum sollte sich Gott entfernen?

„Fürchte dich nicht. Ich rufe dich. Bei deinem Namen. Du bist mein.“

Niemals entfernt sich Gott. Es kann aber sein, dass wir Ihn nicht finden, weil wir nicht suchen.
Eine Suche erfordert Energie und Neugier. Eine Suche überführt in Bewegung.
Eine Suche beansprucht viele Sinne.
Gott, mein Gott, spüre ich Dich, wenn ich Dich suche? Ja.
Denn dann bin ich unterwegs. Mein Gesicht ist der Sonne zugewandt oder versinkt in der dunkelsten Erde.
Dort entdecke ich Dich – Gott, mein Gott.
Hildegard von Bingen (1098-1179) hat die Suche nach Gott oder ihre Freude darüber, in Gott zu sein, auch sinnlich erfahren. Ihr Verhältnis zu Ihm war geprägt von Lebenslust, Menschen- und Naturliebe. Einer regelstrotzenden Vernunft wollte sie sich nur bei Verhandlungen mit der Kurie bedienen.
Sie hat gedichtet:
Die Liebe überflutet das All.
Von der Tiefe
bis hoch
zu den Sternen
überflutet die Liebe das All.
Sie ist liebend zugetan allem.
Da dem König, dem Höchsten
sie den Friedenskuß gab.

Gott ist niemals fern. Gibt es daran keinen Zweifel? Nein.
Oder doch?
Es ist schwer, im leidvollen Zustand Gott zu suchen. Denn da fühlen wir uns schwach, kommen nicht von der Stelle, kommen nicht in Bewegung.
Da benötigen wir die Stärke der Anderen. Die uns tragen. Mit uns suchen.
Erst spüren wir sie – dann spüren wir Gott.
Haben Ihn entdeckt.
Dann – überflutet die Liebe das All.
Denn keinem von uns ist Er fern.

Amen.

Pfarrerin Dr. Zuzanna Hanussek

1. Juli 2021

Friedhofsverwaltung Eickel ist umgezogen

Die Friedhofsverwaltung der Evangelischen Friedhöfe in Eickel ist umgezogen.
Sie finden uns jetzt im Gemeindehaus in Röhlinghausen, Göddenhoff 8 in 44651 Herne.

Zur Zeit sind leider noch keine Besuche vor Ort möglich.
Sie erreichen uns aber per Telefon (02325-6589148),
E-Mail (eickel@kgwe.de),
Fax (02325-589771)
oder per Briefpost.

22. Juni 2021

Der neue Gemeindebrief ist da

Wir freuen uns auf die Neuigkeiten rund um Crange, Eickel, Holsterhausen, Röhlinghausen und Wanne – ein bunter Strauß an Informationen aus unserem Gemeindeleben.

Ab heute liegt der Gemeindebrief in allen Bezirken zum Mitnehmen aus oder Sie lesen ihn direkt hier.

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